Blog

Neuwied bis Stavoren

Heute sind wir nach insgesamt 1806 Kilometern und 137 Schleusen in Stavoren am Zielort angekommen. Die letzten Tage sind wir super voran gekommen, mal endlich ohne Probleme. In Düsseldorf haben wir 2 Tage gelegen, da Klaus mal wieder unser Auto nachgeholt hat. Dort steht es jetzt bei der Feuerwehr. Morgen fahre ich zur Abwechslung mit dem Zug nach Düsseldorf, weiter mit dem Auto nach Hause, dort unseren Anhänger holen und zurück nach Stavoren. Hier werden wir in den nächsten Tagen den Mast stellen und das Boot leer und sauber machen. Speziell durch die Niederlande war es eine schöne Abschiedstour, nirgendwo ist es so schön, Binnen durch die Kanäle zu fahren. Das Wetter war super. Gestern konnten wir sogar noch eine Etappe bei schönstem Wetter übers Ijsselmeer fahren. Heut auf den letzten 30 Kilometern gab es mal einen kurzen Schauer, der angesagte Starkwind kam aber erst wie angesagt, heut nachmittag 👍Fest steht aber schon, dass es nach 13 Jahren ein richtig schwerer Abschied von unserem Boot, dass ja auch lange Zeit unser Zuhause war, wird😰

Germersheim bis Neuwied

Gestern haben wir 144 Kilometer geschafft, obwohl der Strom deutlich abnahm. Vorbei an Speyer, Ludwigshafen, Mannheim, Worms, und Mainz, und vielen kleinen Städten gab es viel zu Gucken. Es war aber schon sehr stressig mit endlosen Berufsschiffen, Sportbooten und Jetskis, die beide natürlich immer ganz nah an uns vorbei müssen und noch dämlich grüßen, ehe sie uns durcheinander schütteln 😡Jetzt sind wir in Bingen, gegenüber in Rüdesheim war der Hafen zu klein. Aber das war eine gute Idee. Der Hafenmeister hat gleich zu einer Rheinterasse mit leckerem Essen und Livemusik geschickt. 🤗👍Bisschen kompliziert hier das ganze Prozedere, dass wir so aus Frankreich nicht kennen, aber das haben wir dann auch hingekriegt.

Heute dann spannende Fahrt den Rhein weiter runter von Bingen bis Neuwied. Vorbei an vielen Burgen und schönen Orten. Rasant dann um die Loreley geflogen, hat aber alles gut funktioniert. Das deutsche Eck in Koblenz auch passiert. Gegen Mittag dann nach nur 78 Kilometern in Neuwied in den Hafen, da wir hier verabredet sind. Nach einem ersten Klönschnack noch das Bimini wieder aufgestellt, damit wir Schatten haben in den nächsten, heißen Tagen. Morgen laufen wir dann im Düsseldorfer Medienhafen ein bis Donnerstag 👍🤗

 

Mülhausen bis Germersheim

Von Mülhausen (da steht inzwischen unser Auto) ging es zügig in den Rhein, bzw, Grand Canal de Elsaß. Gestern Insgesamt 7 Schleusen und 102 Kilometer geschafft, heut dann die letzten 4 Schleusen und 120 km. Auf dem kanalisierten Stück schafften wir 16 km/h, nach der letzten Schleuse auf dem frei fließenden Rhein sogar 20 km/h. Wobei es seitdem auch viel stressiger geworden ist. Sehr viel Berufsverkehr. Die großen Pötte scheuchen uns von einer Seite auf die andere, da einige mit blauer Tafel fahren, andere Ohne! Auch viel Wellen gibt es leider, aber bis jetzt liegt unser Mast noch stabil, hoffen dass das so bleibt. Nur unsere kleine Maus versteckt sich dann inzwischen unter der Sitzbank😰heute haben wir es bis kurz vor Speyer geschafft. Sonntag werden wir dann in Koblenz und Montag in Neuss sein. Dort bleiben wir bis Donnerstag morgen liegen. Das Auto muss nachgeholt werden und ein paar Treffen stehen auch an.

 

 

Montebeliard bis Mülhausen

Nach gestern und heute zusammen 48 Schleusen sind wir heute in Mülhausen angekommen, noch 15 km bis zum Rhein👍🤗 In dem Bereich begleitete uns ein Team von 2 Schleusenwächtern. hier ist es nicht mehr automatisiert. Ging aber super flott, die Schleusen waren immer schon auf, wenn wir ankamen. Bergab geht das eh schneller. auch eine Schleusentreppe ( immer von einer in die nächste Schleuse) fehlte nicht👍Heute waren wir wieder froh über die Begleitung, da ein Tor absolut nicht wollte, da mussten die von Hand kurbeln. Algen gab es auch weiter und Klaus war wieder tauchen. Heute war dann auch etwas wenig Wasser da und wir haben uns mehrere 100 Meter durch den Schlamm gekämpft. Gut, dass wir eine starke Maschine haben. Da der Hafen hier in Mülhausen direkt gegenüber dem Bahnhof liegt, dachten wir uns, das Auto mal von Südfrankreich nachzuholen. Klaus fährt morgen mit dem Zug und wird in der Nacht zum Mittwoch wohl wieder hier sein. Das Auto darf hier erst mal stehen bleiben. Da es Mittwoch viel regnen soll, geht es dann Donnerstag weiter. Hoffen, Sonntag oder Montag in Koblenz zu sein. Dort werden wir das Auto nochmal holen. Da der Zug erst um 14.00 Uhr morgen fährt, schauen wir uns erst mal morgen früh die Stadt an. Waschen ist auch angesagt, da es endlich eine Waschmaschine gibt.

 

 

Roche bis Montbeliard

Gestern und heute lief es halbwegs. Zwar insgesamt 5 Kaputte Schleusen, an denen wir jeweils lange warten mussten, und heute sehr viel Algen, sodass 2 x Tauchen angesagt war, aber zumindest genug Wasser. Gestern gab es sogar eine Anlegestelle direkt am Supermarkt mit Tankstelle. Da konnten wir günstig bunkern, Diesel und Lebensmittel. Dafür haben wir eben erfahren, dass wir morgen um 7 losfahren müssen, da wir 2,5 Stunden weiter von einer mobilen Schleusencrew übernommen werden . Bis jetzt haben wir ja eine Fernsteuerung und bedienen die Schleusen selber, wenn sie nicht grad Fehler haben. Das geht dann so weiter bis wir dann am Dienstag nach Mühlhausen kommen. Wir sind inzwischen 315 Meter über dem Meeresspiegel. die nächsten 14 Schleusen wird noch geklettert, dann geht es wieder bergab. Ist einfacher für uns, weil wir dann oben in die Schleusen einfahren und besser zum Festmachen an die Poller kommen, außerdem läuft dann Wasser ab und kommt nicht mit Getöse rein, was das Festhalten meist sehr anstrengend macht. Dann sind wir fast am Rhein👍 Heute konnten wir nicht weiter fahren, da das Procedere mit der Schleusencrew am Tag vorher angemeldet werden muss.

Besancon bis Roche

Puh, war das ein Scheisstag! Um 10.15 mitten im Fahrwasser heftig aufgelaufen, obwohl wir wenig Tiefgang haben für ein Segelboot. Diesmal kamen wir nicht aus eigener Kraft frei.😫 In der Nähe war ein Fischerboot. Die haben wir gerufen und gefragt, ob sie unseren Anker ein Stück wegschleppen können. Wir wollten uns mit der elektrischen Ankerwinde und Motor gleichzeitig freiziehen, klappte aber auch nicht. Also um Hife gerufen. Es kam dann jemand vom Kanalbetetreiber und ein Auto samt Tauchern von der Feuerwehr. Die waren supernett, hatten aber kein Boot, da defekt. Die Taucher haben dann vor uns die Steine weggeräumt, klappte immer noch nicht. Es hieß schon, wenn die Betreiberfirma helfen muss, kostet dass 2000 Euro, was eine Frechheit ist, da der Kanal für unseren Tiefgang freigegeben ist, haben da sogar eine Mail bekommen. Unser Anker wurde dann an von den Tauchern Land gebracht und um einen Baum gebunden. Zusammen mit unserer Maschine und der Ankerwinde, die von einem Feuerwehrmann manuell bedient wurde, kamen wir nach 3 1/4 Stunden endlich frei. Halbe Stunde später kommen wir nicht mehr vom Fleck. Alles wieder voll Wasserpflanzen: Propeller, Kiel, Ruder und die Wasserkühlung wieder verstopft. Also Klaus mit Tauchausrüstung ins Wasser, alles frei gemacht. Kaum einen Kilometer gefahren, das selbe noch mal😡. Weil das alles nicht reicht, gab es noch einen Wolkenbruch. Danach haben wir angelegt an der nächten Möglichkeit! Schnauze voll für heute😰
Spannend war es heut morgen, da die erste Schleuse im Tunnel war, der unter der Citadelle durch ging. Insgesamt haben wir grad mal 13 km und 3 Schleusen heut geschafft😰

Auxonne bis Besancon

Seid gestern sind wir unterwegs auf dem Kanal von der Rhone zum Rhein. Haben bis jetzt 73 km und 26 Schleusen geschafft. Bis jetzt läuft es, auch wenn wir heute das erste Mal aufgelaufen sind😬Konnten nur schwer wieder freikommen. Morgen erwarten uns wohl noch 3 solcher Stellen und erneut Schlingpflanzen. Bis jetzt gab es zum Glück nur Seerosen , aber in der Mitte war es frei. Durch den ersten Tunnel sind wir auch schon durch. Morgen früh geht es durch einen Tunnel unter der Festung, die man auf den Bildern sieht, durch. Der Kanal ist sehr interessant zu fahren, immer wieder geht es auf den Fluß Doubs und dann wieder in den Kanal. Oft sind die Stromschnellen gleich neben uns, schon spannend und abwechslungsreich. Heute haben wir ein schwedisches Segelboot getroffen, die hingen schon 2 x auf Grund. Die haben 1,80 Tiefgang. Wie das klappen soll, wo die Strecke im Moment für 1,60 angegeben ist, weiß ich auch nicht, zumal wir mit unserem 1,50 ja heut schon aufgelaufen sind. Das Boot, von dem die Infos wegen morgen kommen, hat wohl nur 1,40 und Probleme, sind ganz schön gespannt. Danach wird es wohl besser, ehe es am Ende in Mülhausen noch mal flach wird. Da hilft nur Daumen drücken 👍🙏

Auxonne- Canal entre Champagne et Bourgogne- Auxonne

Es war heut ein Tag zum vergessen. 54 Kilometer und 12 Schleusen und wir sind wieder am Ausgangspunkt von heute morgen. Eine unserer letzten Optionen erwies sich heute als nicht befahrbar. Kann man auf dem Bild ganz gut erkennen. Wir hatten sehr schnell die Wasserzufuhr für die Motorkühlung zu, den Propeller und das Ruder auch. Kamen nicht vorwärts, da wir auch mit dem Kiel in dem Mist hängenblieben, und die Maschine überhitzte wegen mangelnder Kühlung. Daher entschlossen wir uns, umzudrehen, und gaaaanz langsam wieder 4 Schleusen zurück und raus aus dem Kanal. Anschließend wurde erstmal festgemacht und Klaus musste ins Wasser. Zum Glück konnte er alles freikriegen, also weiter zurück. Morgen dann noch 1,5 Stunden zurück und dann versuchen wir unser Glück über den Kanal von der Rhone zum Rhein nach Mülhausen. Und dann den ganzen Rhein runter, wollten wir eigentlich nicht, aber bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Hoffen zumindest das funktioniert. Heute da angerufen, angeblich haben die dieses Problem nicht!

 

Lyon bis Auxonne

Weiter geht es bei kühlerem Wetter, nachdem wir in Lyon noch bei 29 Grad angekommen waren. Ist aber auch mal ganz angenehm. Fahren am ersten Tag 119 km in 12 Stunden, finden in Tournus einen prima Anleger in der Stadt. Gestern ging es weiter über die Saone bei inzwischen sehr kühlem und regnerischem Wetter. Da haben wir nach 6 Stunden und 55 km schlussgemacht und sind in Verdun-sur le Doubs in einen kleinen Hafen gefahren. Mussten doch tatsächlich mal die Heizung anmachen. Heute morgen ging es dann weiter in die Petite Saone. Die dritte Schleuse heute war dann erstmals wieder eine kleine Automatikschleuse. Scheinbar haben wir aber alles vergessen, was wir vor drei Jahren gelernt haben: die Drehstange zum Öffnen der Schleuse haben wir ja noch gefunden, dann rein, auf unsere linke Lieblingsseite und festgemacht. Dann wundern wir uns, warum das Tor nach einigen Minuten immer noch nicht zugeht. Ein zufälliger Blick nach rechts erinnert uns an die Technik, da ist nämlich in der Schleusenwand eine Stange, an der man ziehen muss. Da wir nicht umlegen wollten, ist Klaus dann rausgeklettert und über das andere Tor rüber, Stange betätigt, dann ging auch tatsächlich das Tor zu. 🤣 Nach der Schleuse haben wir uns dann wieder nach gut 6 Stunden entschlossen Feierabend zu machen, da es nun dauerhaft regnete, diesmal in Auxonne, einer etwas größeren Stadt. Klaus hat dann noch einige Kanister Diesel an der Supermarkttankstelle geholt , da der an der vorher gesehenen Wassertankstelle 40 Cent! pro Liter teurer ist. Morgen soll das Wetter wieder besser werden, dann geht es in einen Kanal von ca. 220 km mit 110 Schleusen! und zwei Tunneln, von denen einer fast 5 km lang ist. Langweilig wird es also nicht.

 

 

Agde bis Lyon

Heute sind wir nach 5 Tagen Fahrt und knapp 400 km in Lyon angekommen. Wir sind besser gegen den Strom angekommen, als gedacht. Eigentlich wären wir noch gar nicht durchgekommen, aber da wir uns schon zu Hause eine Genehmigung besorgt hatten, ging das prima👍 Ein norwegisches Boot, dass wir unterwegs geteilt hatten, durfte seit gestern nachmittag nicht mehr mit und muss warten, bis die Schleusen auch regulär öffnen..Auch der Hafen ist noch nicht offiziell auf, drum liegen wir 2 Tage umsonst. Da wir incl. Autofahrt seit einer Woche nur unterwegs sind, und morgen nach der Hitze der letzten Tage auch ein heftiges Gewitter kommen soll, machen wir mal einen Tag Pause und gehen morgen Bummeln. Das ist hier irgendwie alles entspannter und die Geschäfte voller als bei uns. Liegt vielleicht an der fehlenden Maskenpflicht: man kann, aber muss nicht. Nach vielen Mails mit der VNF (Betreiber der Kanäle hier) scheint es möglich, auf Umwegen die Mosel zu erreichen, diese komplett zu fahren ab Nancy und dann bei Koblenz in den Rhein, vorbei an der alten Heimat und dann weiter nach Holland. Jede Region entscheidet hier auch selber, welche Kanäle bereits geöffnet sind. Die Maas, die wir eigentlich fahren wollten, öffnet erst am 25.6. Das ist uns zu spät. Aber die Mosel wird sicher eine sehr schöne Fahrt!