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Banyul-sur-mer und l’Estartit

Am Montag ging es endlich wieder los! Bei schönstem Segelwetter und Wind 3-4 ging es raus. Mit halben Wind rauschten wir los, erst mit Vollzeug, später als der Wind auf 4-5, und in Böen 6 kletterte, mussten wir Reffen, liefen in Spitze bis 8,5 Knoten. Nach 46 Seemeilen erreichten wir Banyuls-sur-Met, wo wir zum Glück reserviert hatten! Dort ereilte uns ausgerechnet bei soviel Wind das Schicksal, rückwärts mit Boje anlegen zu müssen. Natürlich hing das Dingy hintendrsn. Also Leine irgendwie dran vorbeigeworfen. Ging alles prima! Bayuls ist ein schönes Örtchen. Letzte Nacht für längere Zeit in Frankreich!

Gestern morgen ging es dann weiter Richtung Spanien. Wenig Wind und chaotischer Seegang(große Dünung von queren und normale Welle und Wind von hinten) waren nicht so lustig, zumal die Maschine mangels Eind mitlaufen musste. Daher entschieden wir uns gegen Ankern und liefen nach 36 Seemeilen das Bojenfeld in Estartit an, dass sehr geschützt liegt. Liegen dort neben dem gleichen Schiff wie unseres, aus Holland! Leider müssen wir später an die Mooring, da wir zu groß für die Boje seien.

Dafür würde es ein sehr schöner Abend mit dem Schwesterschiff. Es wurde beschlossen, diesen heut zu wiederholen und auch die vorgelagerte Insel, ein stark frequentierter Tauchspot, zu beschnorscheln.

Narbonne

Zur Abwechslung haben wir uns am Donnerstag mal ein Auto, wenn man es denn so nennen mag, gemietet. Hier im Hafen kann man Renault Tweezys mieten, echt sportlich, zumindest das Ein-und aussteigen. Aber es brachte uns gut die 16 km bis Narbonne. Eine sehr schöne Stadt mit italienischem Flair. Später kam das Auto dann noch zum Einkaufen zum Einsatz. Kann dann jedoch nur einer machen, entweder 2 Personen oder Fahrer und Einkauf! Haben hier auch wieder die SY Eira mit Eva und Frank getroffen.

Unsere Rollfock ist auch wieder in Betrieb, sodass wir morgen früh weiter wollen. Wenn alles klappt wie geplant, sind wir Donnerstag abend auf Mallorca. Das setzt aber auch das richtige Wetter voraus! Morgen geht es erstmal ca. 35 Seemeilen nach Banyuls-sur-mer, unser letzter Hafen in Frankreich!

Gruissan

Wie gut, dass es bei uns nicht langweilig wird! Gestern sind wir in Cap d’agde gestartet, Windprognose 3-4   Ca. 24 Seemeilen. Freuten uns auf einen gemütlichen Törn nach Gruissan. Hier hatten wir für eine Woche reserviert, da der Hafen für hiesige Verhältnisse sehr günstig ist und wir einen starken Mistral ab Dienstag erwarten. So weit so gut, nur der Wind nahm unterwegs erst von 3-4 auf 4-5 zu, später in Böen 6! Die Sturmwarnung über Funk kam dann auch noch mit dem Wind.Wäre immer noch kein Problem gewesen, wenn wir nicht beim Versuch, die Genua, die voll stand, zu verkleinern, gescheitern wären! Die Rollanlage, die ja erst 3 Jahre alt ist, funktionierte nicht. So entschieden wir, die Segelfläche erstmal zu verkleinern, indem wir das Rollgroß wegnahmen. Trotzdem gab es eine rauschende, aber zu beherrschende Fahrt. Wir fuhren bis kurz vor dem Hafen, zum Glück kamen Wind und Seegang aus dieser Richtung, sodass der Seegang abnahm, je mehr wir auf Land zuliefen. Dann ging Klaus heldenhaft nach vorne in den Bugkorb und wir fuhren Kreise, bei jedem Kreisel führte Klaus die Genua von Hand um das Vorstag, bis die Genua eingerollt war. Wie sich später herausstellte, war eine Umlenkrolle gebrochen, und die ganze Anlage steht zu Hoch. Scheinbar was schiefgegangen beim Aufriggen. Jetzt haben wir ja Zeit, die zu reparieren. Für Donnerstag haben wir auch ein Auto, oder sowas ähnliches, ein Tweezy, gemietet. Wollen damit mal die Gegend erkunden.

Cap D’agde

Endlich ist die Amica wieder unterwegs, so schön es auch in Port Camargue war, langsam kam der Hafenkoller! Aber heute morgen wurden die letzten Arbeiten von der Werft erfolgreich beendet, und wir deutlich ärmer beim Bezahlen der Rechnung😰 Dann gin es um 9.30 Uhr raus! Leider erstmal unter Maschine, da noch kein Wind war, dafür Dünung satt. Ab ca. 13.00 Uhr kam dann zum Glück Wind dazu😄. Haben dann nach 38 Seemeilen erstmal an einer Boje vor der Insel von Cap D’agde festgemacht. Leider darf man da nicht übernachten. Auch war soviel Dünung, dass es nicht möglich war, den Außenborder ans Dingi zu machen, ohne zu riskieren, den neuen Motor gleich zu versenken😉. Die Schaukelei war heftig. Da unser Toni aber doch gerne Gassi gehen wollte, haben wir entschieden, doch in den Hafen zu fahren. Das haben wir auch nicht bereut! Wurden noch mit einer Flasche Rose 🍷begrüßt, schön gekühlt, und einen tollen Platz mit Seitensteg gab es auch noch. Direkt an der Stadt, aber doch weit genug, dass es relativ ruhig ist!😊

Aigues Mortes

Die Überschrift ist etwas gepfuscht, denn wir liegen immer noch in Port Camargue, da die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind😬 Da kam jetzt der französische Nationalfeiertag mit verlängertem Wochenende zwischen. Am Mittwoch sollen die Arbeiten aber weitergehen. Das mit den Terminen ist hier irgendwie eine andere Sache als in Deutschland und Überstunden ein Fremdwort!

Darum haben wir heute eine größere Tour mit unserem Beiboot gemacht: erst über das Meer nach Le Grau du Roi, dort nach binnen und 6 km den Kanal lang. Das hat sich wirklich gelohnt. Aigues Mortes ist eine sehr schöne, alte Stadt mit komplett erhaltener Stadtmauer und vielen schönen Gassen zum Bummeln. Mittags gab es dann ein leckeres 3-Gang Menü mit Livemusik. Auf dem Rückweg haben wir dann noch an einem Badestrand gehalten, damit Toni sich im Sand und Meer austoben konnte. Das liebt er genauso wie Schlauchboot fahren, immer die Nase am Wasser.

Morgen wird dann nochmal gewaschen und eingekauft, dann geht es hoffentlich Ende der Woche endlich, nach 5 Wochen weiter, sonst werden wir hier noch sesshaft😂

Immer noch Port Camargue

Wir sind jetzt seit 2 Wochen hier, und es kommt wohl noch eine Dritte hinzu😂.

Eine Woche hat nicht gereicht, bis das Schiff wieder ganz fertig war. Haben uns aber auch nicht gehetzt, da es hier sehr schön ist. Also einmal verlängert. ( ist günstiger als einzelne Tage). Haben auch schon Probesegeln gemacht, um den Trimm zu überprüfen. Unsere Tauchausrüstungen haben wir hier auch komplettiert. Spontan haben wir dann letzten Samstag hier auch noch einen neuen, größeren Außenborder gekauft, hierfür brauchen wir jetzt natürlich einen Kran am Heck, und eine Vorrichtung, um das Dinghy hochzuziehen, finden wir auch nicht schlecht, verbunden mit unseren Geräteträgern. Dann hat sich gestern gezeigt, dass die Aufhängung für unsere Solarplatten nicht sturmfest ist. Es hat richtig getobt, und dann klappt das nicht. Ach ja, der Geber unserer Logge muss wohl auch getauscht werden.

Da wir erst am 3.9. in Barcelona sein müssen, haben wir entschieden, noch etwas zu bleiben, da die Werftpreise echt moderat sind.  Wir liegen jetzt auf einem (kostenlosen) Platz der Werft, immer noch in Port Camargue. Da der Hafen so groß ist, ist das jetzt wie in einem anderen Hafen😂 Eine weitere Woche wird es wohl werden, da die erst nächsten Dienstag loslegen. Ist halt viel los!

Port Camargue

Gestern morgen wurde der Mast gesetzt. Das gab viele neue graue Haare 😂 , das Ganze war hier in einer eigentlich kleinen Werft ,mit viel südländischem Gebrüll, 3 Leuten und Le Patron, ziemlich stressig😬 Zwischendurch fragten wir uns schon, ob sie denn wissen, was sie tun. Aber irgendwie stand der Mast dann doch, alles heile!🤗 Mittags sind wir dann durch die letzte Brücke und dann 1,5 km bis Port Camargue. Dies ist einer der größten Häfen der Welt mit über 5000 Liegeplätzen. Es ist quasi eine eigene Stadt, mit allen Servicebereichen, Geschäften, Restaurants und Allem, was man braucht. Hier bleiben wir jetzt erst al 1-2 Wochen, machen „klar Schiff“ und genießen das Blauwasser. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Ist jetzt in der Vorsaison (bis Ende Juni) auch richtig günstig. Bei min. 1 Woche nur 23 Euro/Nacht incl. Eigenem Wasseranschluss, Strom, Duschen, da zahlt man auf Vlieland das Doppelte!😜

Dadurch, dass die Anlage unterbrochen wird durch Appartments mit Stegen, usw. wirkt der große Hafen trotzdem gemütlich.

Morgen sollen wie unseren ersten Mistral bekommen, aber in diesem Hafen, sicher an einem großen Kopfsteg vertäut, macht uns das wohl nichts aus.

Le Grau de Roi (Mittelmeer)

Gestern haben wir nach insgesamt 336 Schleusen und 2.159 km das Mittelmeer erreicht, bzw. Liegen 500 Meter davor in der Werft zum Maststellen. Noch eine Brücke (die natürlich öffnet)😂 Wir können es schon sehen. Unser Weg war weiter, da wir erstens über Paris gefahren sind, und zweitens den Umweg nach Migenne wegen dem Bugstrahlruder in Kauf nehmen mussten, macht aber Nichts😀

Der Weg von Avignon hierher wurde noch schwierig, da wir von der Rhone in die Petit Rhone abbogen, alles noch ok, dann aber den Kanal nach Sete verlassen haben, um nach Aiges Mortes zu kommen. Man hatte uns den Tipp gegeben, hier den Mast stellen zu lassen. Es war auch eine sehr schöne Fahrt durch die Camargue. Die ersten Pferde waren auch nicht weit! Wären nur fast schon gar nicht hingekommen, weil wir mal wieder gut aufgelaufen sind. Mit Mühe und Not haben wir dann die mittelalterliche Stadt Aiges Mortes erreicht, mit Anlegen gab es auch Probleme, da wir nicht richtig an den Steg kamen. Ich bin dann zur Werft gelaufen, nur um dort zu hören, dass das mit unseren nur 1,50m Tiefgang nicht geht😬

Jetzt hatten wir zwei Möglichkeiten: zurück und weiter auf dem Kanal Richtung Sete dann in die große Marina La Motte oder weiter nach Grau du Roi. Hier gibt es auch eine Werft, die Masten setzt. Notfalls hätten wir weiter nach Port Camargue gekonnt, aber lieber wollten wir mit stehendem Mast raus ins Mittelmeer.

Heute morgen, noch vor 8 Uhr, haben die uns dann hier so quasi den Mast unterm Hintern weg von Bord geholt, so schnell konnten wir gar nicht gucken😂. Klaus hat dann heute alles wieder montiert. Wegen des eigentlich geplanten Speditionstransport hatten wir den Mast komplett demontiert und schön in lauftpolsterfolie eingepackt. Auch das laufende Gut haben wir komplett erneuert. Morgen früh kommt er drauf! Danach laufen wir gleich aus in die Marina „Port Camargue“, einen der größten Häfen der Welt mit über 5000 Liegeplätzen. Dort wollen wir erst mal Klar Schiff machen: Segel setzen. Schlauchi fertigmachen, putzen etc.  Werden dort mal mindestens eine Woche bleiben, da der Strand auch nicht weit ist. Unter Palmen liegen wir auch jetzt schon!

Von Lyon nach Avignon

Jetzt wird es langsam mal wieder Zeit, uns zu melden! Wir sind nicht verschollen, aber länger in Lyon geblieben, als geplant, weil es uns da sehr gut gefallen hat. Den Liegeplatz haben wir noch Mal gewechselt: nach 2 Tagen direkt im Zentrum am Kai sind wir dann noch für 2 Nächte in die Marina. War zwar weiter ausserhalb, aber dafür gab es Duschen😂.

Gestern haben wir dann morgens getankt und dann ging es los. Wollten zwar schon um 16.30 Uhr Feierabend machen, aber mangels geeigneter Liegeplätze ging es durch bis Valence, da kamen wir dann gegen 20.30, 116 km, und 5 großen Schleusen an. Die Schleusen haben alle zwischen 10 und 23 Meter Gefälle! Dank Schwimmpollern in den Schleusen klappt das aber prima. Der Strom unterstützt uns auch mit 5-6 km/h.

Heute ging es früh um 7.45 Uhr los, weiter die Rhone runter, mit dem festen Vorsatz, heute aber wirklich nicht solange zu fahren. Wir kamen dann um 21.10 Uhr in Avignon an, nach diesmal 6 Schleusen und 133 km! Wieder scheiterten wir an einem geeigneten Liegeplatz. Aber dafür liefen wir bei schönstem Abendlicht hier ein, einfach nur wunderschön. Werden wohl 3 Nächte/2 Tage hierbleiben, ehe wir den Endspurt mit ca. 80 km zum Mittelmeer hinlegen!

Lyon

Nach 1830 km und 322 Schleusen sind wir nun in Lyon! Gestern haben wir noch einen Zwischenstopp in Macon eingelegt, erster leicht südlicher Flair! Aber jetzt in Lyon sieht das doch nochmal ganz anders aus. Das erste Bier am Oleanderbusch schmeckt nochmal besser! Die letzten 150 km auf der Saone sind wir nur so lang geflogen, stromabwärts und mit ganzen 3 Schleusen. So waren wir heute schon zum Kaffee in Lyon. Liegen sehr nahe der Altstadt an einem Kai direkt an der Saone. Morgen werden wir erstmal die Altstadt erkunden. Haben wir heute nicht mehr gemacht, da auch hier Feiertag ist, und alle Geschäfte zu haben, dann wirkt das Ganze nicht so! Freun uns daher auf morgen.  Von hier aus geht es dann zur letzten Etappe auf die Rhone. Mittelmeer wir kommen!!!