Der Weg nach Arbatax war etwas steinig. Am Tag bevor wir nach Arbatax kamen, wollte unser Motor schon nicht mehr, aber wir konnten zum Glück zur Ankerbucht segeln. Nachdem sich der Tank wieder beruhigt hatte, startete die Maschine auch erst wieder am nächsten Morgen, denn wir wollten früh in die Marina , da starke Gewitter/Wind angesagt waren. Leider war draußen mehr Seegang als gedacht, was wieder den Tank aufwirbele. Kurz vor der Hafeneinfahrt ging dann wieder der Motor aus, und kein Wind, und der noch von Vorne. Also die Marina angefunkt. Von dort holte man uns umgehend mit einem starken Dinghi ab und parkte uns perfekt rückwärts ein, pünktlich zum ersten Donner. Dies bedeutete nun erstmal eine Tankreinigung. Also Kabine leerräumen, um an den Tank, und die zum Glück vorhandenen Serviceklappen zu kommen. An der letzten Tankstelle hatten wir uns wohl einiges an Dreck eingefangen, als wir den wohl letzten Diesel bekamen, danach war die Zapfsäule nämlich leer.
Am nächsten Tag konnte es dann wieder weitergehen. Wir steuerten Villasimus an. Leider viel Schwell, also am nächsten Tag weiter. Es war aber auch in der nächsten Bucht nicht besser. Die Windrichtung Süd passt halt nicht für den Süden der Insel. Also entschieden wir uns, früher als geplant, nach Cagliari in die Marina zu segeln. Dies war eine seeehr gute Entscheidung, denn der Verbinder vom Anker zur Kette hatte sich aufgebogen. Die nächste Nacht hätte uns bei der momentanen Windstärke womöglich an den Strand befördert. Hier packten wir erstmal unsere Ebikes aus, da erstens der Hafen weiter weg war von der Stadt, und zweitens auch der Weg in die Stadt mächtig bergauf ging. Der erste Weg führte dann zunächst in den Bootsladen, um ein neues Verbindungsteil zu kaufen.
Die Altstadt von Cagliari ist sehr schön, aber hoch oben auf dem Berg. Viele schöne Plätze. Aber eigentlich ist mir die Stadt schon zu groß. Wir nutzen die Zeit, um das Boot mal wieder klar zu machen, Einkaufen und Waschen stand auch auf dem Plan.
Am Montag, den 13.8.2018 lebten wir nun 500 Tage auf unserer Amica, eine Abwechslungsreiche und schöne Zeit. Am 15.8. wurde dann noch unser Bordhund Toni 2 Jahre alt und lud uns am letzten Tag in Cagliari auf eine leckere Pizza ein.


Vorgestern haben wir uns gedacht, der Wind steht günstig, Korsika ist nicht weit, also rübersegeln. Hatten einen guten Törn. Die Einfahrt nach Bonifacio ist schon etwas Besonderes! Hatten einen Liegeplatz reserviert, klappte alles prima. Anschließend haben wir erstmal die Unterstadt erforscht, dann ging es mit einem Minizug hoch in die Oberstadt. Auch ganz toll, wenn nur die Bierpreise nicht wären! Ahnungslos zwei mittlere Biere bestellt: 16 Euro😩 Wollten abends essen gehen, aber bei den Preisen wurde es nur ein Cheeseburger 🤣 Heut morgen wollten wir eigentlich in die nahegelegenen Bucht verlegen, da gibt es Landleinen. Aber bei dem Sturm heut entschlossen wir uns, noch im Hafen zu bleiben. Unsere Nachbarn überzeugten mich, eine Touri-Bootstour mitzumachen. War bei dem Seegang und Starkwind vielleicht nicht die beste Idee😂 als wir ankamen, war ich dann schon geduscht. Dann blieben wir 2 Stunden auf der Insel, danach ging die Wildwasserfahrt weiter zur nächsten Insel, zum Schluss noch in eine Grotte rein. War schon klasse. Morgen wollen wir weiter nach Porto Vecchio auf der Ostküste und uns ein Geschützes Plätzchen suchen, da es Im Laufe der Woche wohl Mistral geben soll und wir dann da besser sind, als im Norden Sardiniens, wo er voll draufhaut


