L’Aisne und L’Oise

Seit gestern sind wir 189 km und 20 Schleusen gefahren, heute gar 12 Stunden lang. Vor allem schien heut mal wieder die Sonne. Die letzten 4 Tage sind wir immer wieder nass geworden, aber da wir in Paris einen Liegeplatz reserviert haben, wollen wir es jetzt auch Schaffen. Noch ca. 100 km bis Paris!

Leider verfolgt uns das Pech noch immer: seit Samstag fahren wir jetzt ohne Bugstrahlruder! Es funkt und qualmt und ist kaputt. 😰Haben ein Neues bestellt, dass in den Hafen nach Paris unterwegs ist. Aber kommen auch ohne trotz unseres Mastes bis jetzt gut klar. Jetzt brauchen wir nur noch einen Kran!

Und weil das nicht reicht, flog Klaus gestern mit Power rückwärts die Treppe runter in Schiff, zerstörte dabei mit dem Rücken den Stiel von meinem Bodenwischer und hat sich natürlich richtig weh getan. Aber mir immer Vorhaltungen über Crocs an Bord machen, und er läuft auf dem nassen Schiff damit rum😬

Seit heute sind wir auch irgendwie wieder in der Zivilisation gelandet, nachdem wir Tagelang nur viiiiiel grüne Natur gesehen haben😂

Morgen geht es dann auf die Seine, und Donnerstag mittag wollen wir im Hafen Arsenal in Paris sein. Freun wir uns schon drauf

Ardennenkanal

Dieser Kanal ärgert uns etwas. Sind gestern morgen (6.5.) gleich rein, getankt, und los. Nach 7 Schleusen und 1 Tunnel kam eine sogenannte Schleusentreppe: 27 Schleusen im Abstand von 100- 400 Metern. Fährt man durch die Erste, öffnet jede weitere automatisch. Wir hatten die Hoffnung, dass gestern zu schaffen. Aber als wir in Schleuse 16 waren, kam jemand von der Behörde und meinte, dass wir das nicht schaffen bis 18.00 Uhr, da kämee noch Schleuse 27 und 4 km bis zur nächsten Anlegemöglichkeit. Er empfahl uns, vor Schleuse 20 zu übernachten, da sei ein guter Platz! Dies klappte auch, und heut morgen wurde die Schleusentreppe wieder eingeschaltet. Er erzählte uns noch, dass die Schleusen heute, Sonntag, bis „seize trente“ geöffnet seien. Nach so vielen Jahren Holland, dachte ich 6.30 und nicht 16.30😬😬😬 Es ging munter weiter mit der Schleuserei. Wohl mit neuem System: keine Fernbedienung mehr, sondern lustige Drehstangen, die mitten im Wasser hängen. Doch erstmal machten wir in Attigny noch Stopp zum Einkaufen. Die Vorräte gehen zur Neige und morgen, Montag, Feiertag. Es kam, was kommen musste: Wir standen um 17.15 an der vorletzten Schleuse im Ardennkanal und wunderten uns, dass sie nicht öffnete. Ein Anruf brachte Klarheit. Feierabend😂 Also gehts morgen früh weiter, hoffentlich normal, da hier ja schon wieder Feiertag ist. Und hoffentlich mal ohne Regen! Drei Tage hintereinander im Regen fahren nervt irgendwie!

Zum Abzweig in den Ardennenkanal

Heute waren wir fleißig. 9,5 Stunden gefahren, 66 km, 12 Schleusen und 1 Tunnel! Das Wetter fing mäßig an, wurde aber ab Mittag sehr sonnig, Bis in den frühen Nachmittag sind wir mit 2 Booten in die Schleusen gefahren, das ist wchon richtig knapp mit unserem langn Mast! Später zum Glück wieder Alleine, dass geht schneller! Unser Ziel war der Ardennenkanal, liegen unmittelbar davor, da wir die letzte Schleuse nicht mehr gekriegt haben. Um 18 Uhr ist da gnadenlos Feierabend. Gemein war nur, dass der laut allen Karten vorhandene Anleger nicht existierte. So liegen wir nun an einem Poller für die Berufsschifffahrt. Klappt ganz gut.

Da wir den Umweg über Paris nicht vergebens fahren wollen, hab ich da heut erstmal im Hafen angerufen. Erst klang es nicht so gut, aber gegen Abend haben wir dann die Zusage für nächste Woche bekommen, für 3-4 Nächte. Da kommt Freude auf, zumal der Wetterbericht gut aussieht👍🤗 NiCht ganz günstig mit 42 Euro pro Nacht, aber da wir dann sehr zentral mit Blick auf den Eifelturm liegen, ist das sehr ok.

Morgen früh müssen wir erstmal tanken. Direkt sm Anfang vom Kanal soll es alles geben. Einkaufen käme auch ganz gut😀

Von Dinant nach Fumay

Ein spannender und langer Tag (und teuer): heute morgen gab es erstmal eine neue Lichtmaschine. Dann konnten wir endlich weiter, leider bei nicht so schönem Wetter. Gegen Mittag waren wir dann in Frankreich. Hier hieß es erstmal Vignette kaufen. Wieder 146 Euro weg. Auch das Gerät für die automatischen Schleusen gab es gleich mit. Doch zunächst kam erstmal eine nette Kombi: Schleuse, Tunnel, Schleuse im Verbund. Man denkt noch, wenn man in den Tunnel fährt, super, man sieht schon das Licht am Ausgang. Aber irgendwie sieht man plötzlich gar nichts mehr und der Tunnel nimmt kein Ende. An beiden Seiten nicht viel Platz. Aber es hat Alles geklappt. Keinen Spass macht es allerdings, wenn wir laufend heute nass werden !

Die Herausforderung an die Intelligenz mit den Automatikschleusen haben wir dann auch bestanden. Wenn man erstmal den an Land verstecken Empfänger gefunden hat, und mal auf der Einen, mal auf der anderen Seite festmachen muss, weil die Stangen zum Bedienen munter wechsel ,ist alles einfach. Es ist wohl aufgrund der kleinen Kammern und viel Höhe doch viel Action an den Leinen, wobei das mit Bugstrahlruder natürlich leichter geht, und aufgrund der Schiffsbreite kommen wir bislang auch mit unserem liegenden Mast gut klar.

Sind bis jetzt 48 Schleusen und 1 Tunnel gefahren, und 523 km.

Liegen jetzt in Fumay, eine netter Ort mitten in den Ardennen und trinken den verdienten Anleger.🍺

Namur und Dinant

Gestern ging es weiter nach Namur, es war recht kühl und windig. Nur 2 Schleusen auf 31 km. Das ging gut voran! Lagen nett am Fuße einer großen Festtung und konnten dort sehr günstig liegen und Essen. Leider war auch in Belgien am 1.5. Feiertag und so war nichts mit schoppen. Von der Stadt waren wir etwas enttäuscht, gute Substanz, aber der Zustand lässt doch sehr zu wünschen übrig, Schade.

Heute, am 2.5. ging es über 6 Schleusen weiter bergauf! Bei schönstem Wetter im T-Shirt. Später zog es dann leider zu. Mit 28 km eine kurze Strecke. Alle Schleusen auf grün und damit freie Weiterfahrt, so macht das Spass! Es war heute eine landschaftlich sehr schöne Fahrt über die Maas (Meuse)

Trotzdem bleiben wir gegen Mittag in Dinant am Fuße einer Citadelle mit Festung liegen, da wir wieder unser altes Problem mit der Batterieladung während der Fahrt haben. Haben hier eine Werkstatt gefunden, aber die hat erst morgen auf. Hoffen mal das Beste! Aber auch der Zustand dieser Stadt ist zur Zeit enttäuschend. Aber da grad die komplette Uferpromenade renoviert wird, denke ich mal  das wird schöner. Aber auch hier wirkt die Innenstadt irgendwie grau und schmuddelig.

In ca. 20 km sind wir dann in Frankreich, dort biegen wir dann bald,in den Canal des Ardennes ab, Richtung Paris!

Von Maastricht nach Huy

Heute morgen haben wir uns denn auch von den Niederlanden verabschiedet! Es ging in Richtung Namur. Tagesziel Huy, 30 km vor Namur

Gleich mit der ersten Schleuse waren wir in Belgien und das Tagesabenteuer ging los. Die Schleuse hatte 12 Meter Steigung und ging ab wie ein Turbo. Unsere Schleusenhaken und das ganze Schiff waren kaum zu halten. So passierte was kommen musste: mein Schleusenhaken verhakte sich, kam unter Wasser und war nicht mehr loszukriegen, also erstmal eine Leine um den Poller, es folgten weitere Versuche, aber der Haken hing fest! Also seine Leine irgendwo festgebunden. Wir fuhren dann aus der Schleuse und machten gleich wieder fest. Ich ging dann mal zum Schleusenhaus und fing mir erstmal einen Anschiss ein, weil wir uns nicht, als die Schleuse oben war, angemeldet haben, so mit Stempel und Allem😬 Also erledigte ich dies pflichtgemäß und erzählte dann von unserem Schleusenhaken, den wir ja noch viele Male benötigten. Der nette Schleusenwärter kam mit und versuchte, mit seinem langen Haken sein Glück. Auch das scheiterte. Jetzt führ ein Ausflugsdampfer ein, legte aber zu weit hinter unserem Haken an. Der Schleusenwärter versuchte, den Kapitän zu erweichen, rückwärts zu fahren, dieser zierte sich zunächst, war dann aber doch so nett! Unter goßem Applaus der Passagiere kam unser Haken dann frei.

Danach lief alles super. Viel Schönes gab es nicht zu sehen! Schon gar nicht das Atomkraftwerk Tihange😩

Aber kurz hinter Huy, nach gesamt 4 Schleusen, ca. 25 Metern nach Oben und 65 km Tagesetmal haben wir einen sehr schönen kleinen Hafen gefunden, mit großer Hundewiese für unseren Bootsmann Toni.  Das Wetter war ein Traum heute, daher gabs auch Sonnenbrand😂

Maastricht

Heute ging es nach 10 Tagen Roermond und vielen Terminen endlich weiter:

von Roermond nach Maastricht in knapp 6 Stunden und 4 Schleusen. Zwei davon hatten einen Hub von je 12 Metern. Dadurch dauerte das ganz schön lange.

Das Wetter war durchwachsen, kalt, mal Sonne, mal Regen. Liegen hier in einem sehr schönen Hafen: het Bassin, direkt am Stadtzentrum, und sehr schöner Lage.

Viel zu berichten, gibt es nicht, da dies eine Kanalfahrt über den Julianakanal war, da ist nicht so viel Spannendes passiert😩

sind nun 355 km gefahren, und da kommen noch jede Menge. Das macht nichts, aber ein bisschen Wärme wäre langsam schön☀️

In ein oder 2 Tagen geht es nun weiter Richtung Belgien, drum haben wir heut schon mal belgisches Bier getrunken🍺

Von „Den Bosch“nach Roermond

Nachdem wir Osterurlaub in „den Bosch“ gemacht haben, gehts Ostermontag weiter.

Wollten weiter durch die Stadt, da außen rum deutlich weiter ist, Die Schleuse arbeitet wohl nur 3 x in der Woche, U.a. Montags um 11.00! Klappt auch prima, nur kurz danach kommt eine Brücke, die laut unserer aktuellen App vom ANWB 9-17 Uhr öffnet, tatsächlich nur 3x am Tag, also wieder warten bis 13.00 Uhr. Dann geht es endlich weiter. Finden in Helmond einen freien Passantenhaven und machen erstmal Schluss. Am Dienstag soll es dann in die Seen vor Roermond gehen. Aber leider kommt es ja meist anders als man denkt. Unsere Batterien werden nicht mehr von der Maschine geladen. So entscheiden wir uns schon bis Roermond zu fahren, und bloß nicht den Motor ausmachen, wer weiß ob er wieder angeht😬.

Dann schneit es um 12.45 Uhr auch noch, gerade in einer Schleuse, also auch nichts mit Verstecken.

Gegen 16.30, insgesamt bis jetzt 20 Schleusen und 308 km,  kommen wir im Nautilus Hafen in Roermond an. Hier bleiben wir aufgrund letzter Termine in Deutschland noch bis zum 28.4, und feiern noch mit Freunden und Familie Abschied. Bunkern nochmal nach, waschen etc. Dann geht es endgültig los Richtung Süden☀️☀️☀️

Von Tiel nach S’Hertogenbosch

Seit wir unterwegs sind, leidet Klaus an Frühaufsteheritis😂 So ging es denn heute schon um 8.30 Uhr los! Wetter heiter bis Wolkig, Wind nur noch 3 Bft. So rauschten wir mit bis zu 18 km /h den Waal runter. Dem folgt eine Schleuse auf der Verbindung zur Maas, eine weitere in den Kanal zur Stadt. Um 11.45 sind wir nach insgesamt 221 km da. Alles kein Problem. Doch dann finden wir einen schönen Hafen, müssen aber dazu durch eine Brücke. Hier müssen wir festellen, dass wir zwei verschiedene Schiffshöhen haben😬 Einmal unser Mast, der liegt auf ca. 3 Meter, und unser, wohlweislich klappbarer, Geräteträger. Wenn er steht, ca. 4,80 Meter Höhe. Jetzt fragt doch der Hafenmeister nach der Höhe, sagen 3 Meter, beim Reinfahren sag ich noch, das sind nur 3 Meter, Klaus meint, das passt, und schwups, geht die Funkantenne vom Geräteträger schwimmen, und der Hafenmeister jammert noch über ein Lämpchen an der Brücke😂

Jetzt wissen wir wohl endgültig, dass wir zwei Höhen haben.

nach dem Schreck erstmal einen Stadtbummel durch diese wunderschöne Stadt gemacht und die berühmten Bossche Bollen gegessen, mmmmmmh lecker!

Tiel

Heute ging es nun weiter nach Tiel, einer alten holländischen Hansestadt.

sind nun 189 km gefahren, noch nicht wirklich viel, aber wir haben ja Zeit. Das Wetter ist entgegen der Vorhersage schön, wenn auch recht windig. Morgen bleiben wir noch hier, das es schlechter werden soll und stürmen. Also füllen wir mal Unsere Vorräte auf , und räumen noch ein bisschen auf/um.