Cap d‘Agde

 

Wir sind wieder hier! Nachdem wir Anfang Februar das Boot verlassen haben, sind wir nach Schleswig Holstein umgezogen, in unser neues Haus. Dann kam leider Corona. Wir wollten ja bereits Ende März das Boot überführen, waren auch schon auf dem Weg hierhin in Nancy als Zwischenstopp. An dem Abend kam der Lockdown für Frankreich. Also wieder umgedreht nach Hause und in den letzten Wochen fleißig weiter renoviert. Zum Hafen kriegten wir leider keinen Kontakt mehr, aber dem Boot geht es zum Glück gut. Immer die Nachrichten verfolgt und Kontakt mit der VNF, der Firma, die die Kanäle in Frankreich betreibt, aufgenommen. Ab morgen haben wir eine Genehmigung zur Rücküberführung des Bootes, eigentlich schleusen die noch nur Berufsschiffe. Als es dann hiess, dass die Grenzblockaden weg sind und nur noch stichprobenartig kontrolliert wird, haben wir uns entschlossen, zu probieren, mit dem Auto durch zu kommen. Also Dienstag morgen los, erst nach Luxemburg, dann problemlos über die Grenze und weiter in die Nacht. Nach 17.5 Stunden und 1700 km kamen wir zwar sehr müde,  aber glücklich dass es geklappt hat, hier an. Leider kann man ja zur Zeit nicht übernachten. Aber mit regelmäßigem Fahrerwechsel und Pausen hat das gut funktioniert. Gestern und heute wird klar Schiff gemacht und morgen geht es dann los.  Zunächst bis Lyon und dann weiter. Eigentlich war die Rückfahrt über den kompletten Rhein geplant, wissen aber noch nicht, ob der Verbindungskanal von der Rhone zum Rhein auf ist unddort kommen wir natürlich durch den größten Coronahotspot in Frankreich. Ob da dann Häfen auf sind, wissen wir nicht. Die auch schnelle Route über den Vogesenkanal und die Maas klappt auch nicht, da der Kanal wegen Winterschäden noch länger gesperrt bleibt. Alternativ dann über kleinere Kanäle mit vielen Schleusen. Das wird sich dann in Lyon entscheiden. Jetzt sind wir gespannt, wieviel Gegenstrom noch auf der Rhone ist und wie es voran geht. Wir müssen uns erstmal beeilen, da auch die VNF darauf hinweist, dass Richtung Juli der Wasserstand bei den Temperaturen immer weiter abnimmt! Lässt sich jetzt aber leider nicht ändern und wir hoffen das Beste! Unser Auto bleibt erstmal hier. Einer von uns muss dann von Amsterdam aus mit Zug oder Flieger, je nachdem was besser klappt, zurück und das Auto holen. Alles andere wird zu kompliziert.

Winter in Cap d‘Agde und Deutschland

Es ist viel passiert in den letzten Wochen sein wir in Cap d‘Agde sind:

Zunächst flog ich nach Deutschland, um ein Auto zu kaufen. (Klaus fliegt ja nicht wirklich gerne). Mit dem Auto dann zurück zum Boot und dann alle zusammen für knapp 2 Wochen nach Deutschland. Hier gab es wieder den gewohnten Terminstress. Es fiel die endgültige Entscheidung, im nächsten Jahr zurück nach Deutschland zu gehen (aus gesundheitlichen Gründen). Der Plan war, ein Haus an der deutschen Küste zu mieten und das Boot zurück nach Holland zum Verkauf zu bringen. Zurück wieder an Bord fingen wir an, uns umzuschauen. Dies führte dazu, dass wir die Idee bekamen, uns nicht als Mieter zu eignen. Also „nur“ mal gucken nach Kaufobjekten. Dann passiert es natürlich, dass da was bei ist, wo man denkt: das ist es! Also kurzfristig eine neue Reise nach Deutschland, diesmal Norddeutschland geplant, Ferienwohnung gebucht und 2 Wochen nach der Rückkehr aufs Boot wieder los. Zwischendurch noch in Sete meinen Geburtstag mit lecker Muscheln essen gefeiert. Sete hat eine sehr schöne Altstadt und ist einen Besuch wert! Dieses Haus war es natürlich nicht, dafür aber ein anderes, für eine Besichtigung betreibt man ja den Aufwand nicht. Durch den Kauf verlängerte sich natürlich unser Aufenthalt, auf dem Rückweg noch nach Neuss, mal endlich wieder auf einen deutschen Weihnachtsmarkt😂. Jetzt sind wir seit einer knappen Woche wieder an Bord. Am 15.2. steht dann der Umzug nach Schlewig-Holtstein an, ehe wir im April das Boot zurück nach Holland wieder durch die Kanäle überführen. Es waren 3 tolle Jahre mit vielen Erlebnissen, Menschen und Orten. Wir sind froh, dass wir das gemacht haben. Gerne wären wir weiter gefahren, aber es kam halt anders. Jetzt kommt ein neuer Abschnitt, mal sehen, was der uns alles bringt.

Kaum wieder an Bord hatten wir einen heftigen Sturm mit 55 Knoten (Windstärke 10). Mitten in der Nacht bricht 2 Schiffe weiter der Steg, da das Boot außen schlicht zu groß und schwer war. In der Folge lagen dann alle Boot auf uns. Das ganze mit mächtig Schräglage. Da wir nicht wussten, wie lange unser Seitensteg das noch hält, wurden die Hunde und ich ins Auto evakuiert. Wir haben natürlich direkt Hilfe gerufen, es kamen dann 2 Wachleute. (Marineros arbeiten inFrankreich nachts nicht), die riefen den Chef des Hafens und gemeinsam gelang es dann, den Steg zu sichern und uns zu entlasten. Leider haben wir natürlich Schäden am Boot. Jetzt geht der Stress mit Versicherung und Hafen los, den ja eigentlich die Schuld trifft, da der Platz für das große Boot nicht geeignet war. Mal sehen, was draus wird.

Ansonsten haben wir einen sehr schönen kleinen Weihnachtsmarkt hier im Hafen, auf dem es sogar sehr leckeren (weißen) Glühwein gibt.

Wir wünschen Euch nun Allen ein schönes, stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir selbst sind am 26.12. 1000 Tage auf unserer Amica! Das muss gefeiert werden.

Von St. Tropez bis Cap d‘Adge

Schnapszahl: nach 2222 Seemeilen (für die Landratten 4115 km) in dieser Saison sind wir gestern pünktlich am 1.10.2019 in Cap d‘Adge, unserem Hafen für die nächsten 6 Monate, angekommen. Von St. Tropez aus ging es zunächst nach Porquerolles, der größten der Iles de Hyeres. Trotz Nachsaison war am Ankerplatz noch einiges los. Sehr schön nochmal zum Schwimmen. Weiter dann in einem langen Schlag nach Port Saint Louis, da schlechteres Wetter/Sturm kommen sollte. Eigentlich wollten wir hier 2 Tage bleiben, aber es gefiel uns überhaupt nicht, einfach nur häßlich. Hier musste ich dann lernen, dass man Männer einfach nicht alleine lassen kann: ich unterhalte mich nett mit der Frau vom Nachbarboot, als wir plötzlich ein komisches Geräusch hören. Die Nachbarin fragt: ist Ihr Mann ins Wasser gefallen? Ich: nein, nie, der ist sportlich. Denke aber, ich sollte vielleicht doch mal gucken gehen: da klettert er grad tropfnass die Badeleiter wieder hoch, dummerweise ohne Brille, das hatte er noch nicht mal gemerkt. Was war passiert? Gangway an Land gelassen, runter gegangen um die letzten Leinen zu legen, da hier Sonntags niemand ist. Beim Rückweg ist dann eine Rolle der Gangway weggerutscht, da das Boot doch noch etwas weit vom Ufer weg war, und Tschüss, ab ins (wirklich nicht schöne) Hafenwasser. Zum Glück gab es noch eine alte Zweitbrille. Jetzt ist eine Neue fällig beim Heimatbesuch. Wenn man einmal nicht aufpasst!

Erst dachten wir, wir könnten durch die Schleuse in die Rhone abkürzen, da diese ja auf der anderen Seite auch ins Mittelmeer fließt, aber das schien doch etwas flach. Also am nächsten Morgen wieder zurück und in einem weiteren langen Schlag nach Port Camargue, gerade rechtzeitig vor dem Gewitter/Sturm. Hier buchten wir uns für die nächsten 2 Wochen günstig ein, da wir den Hafen sehr mögen. Leider gab es hier keinen freien Platz mehr für den Winter. Dafür jetzt 2 sehr schöne Wochen. Im Übrigen hat sich unser Kreis geschlossen, von hier aus sind wir im Frühjahr 2017 auf Mittelmeerrundfahrt gegangen.

Gestern ging es dann bei schönem Wetter die letzten 32 Seemeilen nach Cap d‘Adge, wieder rechtzeitig vor dem Gewitter gestern Abend und heutigem Sturm. Mal sehen, wie es uns so gefällt in den nächsten 6 Monaten. Die Versorgungsmöglichkeiten für uns und das Boot sind schon mal prima. Zunächst steht mal ein Heimaturlaub an, Klaus braucht ja eine neue Brille😂 Weihnachten/Neujahr ein Ausflug an die deutsche Küste, sowie Anfang März Skifahren in den Dolomiten. Außerdem gibt es in der Region viel Interessantes zu besichtigen. Wir werden berichten.

Heute feiern wir auch noch, dass unsere kleine Hundedame Abby genau 1 Jahr bei uns ist🐾💕

Von Imperia bis Saint Tropez

Von Imperia ging es über die Grenze, zunächst nach Menton. Wir waren so positiv überrascht. Auch hier gibt es eine wunderschöne Altstadt. Im Gegensatz zu Italien ist es aber deutlich ruhiger und stressfreier. Gleich im ersten Lokal gab es französische Livemusik. Dank der bekannten Chansons kommt man gleich in Frankreich an. Weiter geht es dann nach Monaco. Da es hier keine Ankerplätze gibt, laufen wir in den alten Hafen von Monaco ein, direkt am Fuß von Monaco Stadt, wunderschön🤗Wir laufen auch hoch nach Monte-Carlo und schauen uns das wunderschöne Casino zumindest von Außen an. Weiter geht es nach Cap Ferrat und Villefranche. An all diesen berühmten Spots ist es wunderschön. Viel Platz beim Ankern, keine nächtlichen Discos, nur grooooooße Nachbarn und wunderschöne Altstädte. Weiter führt uns der Weg nach Antibes und Nizza. Faszinierend ist auch, dass hier die Häfen deutlich günstiger sind als in Italien. In Nizza zahlen wir mal grad 37 Euro pro Nacht. Die Altstadt von Nizza ist einfach ein Traum. Hier verbringen wir 2 Nächte, da es soviel zu sehen gibt. Und hier darf natürlich ein Besuch im Hardrock Café mit Burger nicht fehlen. Nächste Station sollte Cannes sein. Leider kriegen wir dort keinen Liegeplatz, da dort eine große Boatshow stattfindet, wie die Messe in Düsseldorf, aber eben im Hafen zu Wasser und an Land. Aber kurz vorher finden wir in Golfe Juan einen schönen Hafen und buchen uns dort für 3 Nächte ein. Am Dienstag gab es nämlich erstmals seit langer Zeit einen Regentag. Gestern fuhren wir dann mit dem Zug (der fährt die ganze Côte d‘Azur lang) eine Station nach Cannes und erforschten die Stadt. Auch hier war es zwar voll, aber nicht annähernd so laut und stressig wie in Italien. Heute Morgen ging es dann wieder los mit Traumwetter Richtung Saint Tropez. Wir wollten eigentlich Ankern, aber in der Nähe der Stadt ist es verboten und der Ankerplatz doch recht weit weg von der Stadt, also auf in die Marina. Dank Nachsaison kriegen wir auch hier noch einen Platz. Schön, dass es hier nach wie vor keine Hochhäuser oder ähnliches gibt. Immer noch nur das alte Saint Tropez!

Von Elba bis Imperia

In den letzten beiden Wochen haben wir viel Schönes erlebt. Zunächst mal noch auf Elba: Porto Azzurro und Porto Ferrario, beides wunderschöne, typisch italienische Städtchen. Wohl saisonbedingt halt etwas voll, genauso wie am Ankerplatz. Also langsam auf Richtung Festland, gleich gegenüber von Elba in der Toskana vor Anker, Platz ohne Ende und wieder viel Grün für die Hunde. Von hier aus geht es weiter Richtung Norden. Vor Pisa geht es dann in einen Fluss, den „Arno“, den fahren wir ca. 2 Meilen rauf bis zu einem putzigen, kleinen Hafen. Gleich vor der Tür geht es am nächsten Morgen mit dem Bus nach Pisa zum schiefen Turm. Auch sonst eine nette, eher gemütliche Stadt, wenn man weg vom Turm geht. Nächste Station dann La Spezia, eine sehr schöne Stadt. Insgesamt ist das Alles hier kein Vergleich mehr zu Süditalien, alles super gepflegt! Klaus besichtigt dort noch das Marinemuseum. Von hier dann weiter nach Santa Margherita Liguria, einer traumhaft schönen Stadt, dort liegen wir direkt vor der Stadt vor Anker. Nächster Stop Savona, die Stadt der Päpste, hier liegt der Hafen weit drinnen hinter einer Brücke, die alle halbe Stunde öffnet, ganz geschützt direkt in der Stadt. Erinnert irgendwie an holländische Stadthäfen. Heute ging es dann zur letzten italienischen Station, nach Imperia. Hier bleiben wir 2 Nächte und feiern morgen erstmal unseren 20. Hochzeitstag, ehe wir Donnerstag weiter nach Frankreich segeln, um die Côte d‘Azur zu erforschen. Merkwürdigerweise sind die Häfen hier deutlich günstiger als in Süditalien, ebenso die Lebensmittel.

 

Aranci bis Elba

 

Wir sind seit ca. 2 Wochen wieder unterwegs. Erstmal gab es in Aranci noch einiges an Action: starker Mistral, Feuerwerk und voll wie nie. Wir waren nur ca. 3 Wochen später als letztes Jahr dort, aber was für ein Unterschied. Nach insgesamt 2 Wochen beschließen wir daher, weiter zu ziehen. Zunächst geht es nach Cannigione, oben am Maddalena Archipel. Auch hier ist natürlich jede Menge los. Bei einem erneuten Mistral gehen wir mal für eine Nacht an die Boje (mit 50 Euro ein richtiges Schnäppchen 😢). Nach ein paar Tagen dann auf nach Korsika. Die Überfahrt ist der Wahnsinn😡 was da an übermotorisierten Motoryachten ohne Rücksicht auf die riesigen Wellen, die die produzieren, in nächster Nähe an uns vorbeikachelt, ist unvorstellbar! Das haben wir so noch nicht erlebt. In der eigentlichen Zielbucht tobte der Mob, aber gleich um die Ecke gab es zum Glück eine ruhige Ankerbucht. Am nächsten Morgen wollten wir weiter, eigentlich in einen Hafen, da es an der Ostküste Korsikas weiter hoch keine geschützten Buchten gibt. Reservierung gibt es in der Hochsaison aber dort nicht, wir sollten immer wieder anrufen, aber nichts frei. Da es ruhig war, haben wir dann doch geankert. Dafür fanden wir dann am nächsten Tag einen kleinen Hafen, der Platz für uns hatte. Lediglich die Einfahrt, schmal mit nur 2,10 Wassertiefe, war nicht der Burner. Aber bei dem ruhigen Wetter kein Problem. Jetzt konnten wir Wasser Bunkern und auch das Schiff mal wieder Süßwassern. Von hier aus hatten wir dann eine schöne Überfahrt nach Elba. Auch der Wind passte mal. Wurde auch Zeit, da Korsika wieder einen neuen Mistral erwartete. Hier liegen wir zur Zeit vor Campo Marina, einem hübschen Dorf mit netten Geachäften und endlich mal wieder einem gut sortierten Supermarkt. Wohl ist der Ankerplatz mächtig voll mit über 100 Booten. Die Italiener sind da auch total schmerzfrei: egal wie voll und ob schon dunkel, mitten rein und weit nach Vorne. In den nächsten Tagen werden wir weiter die Insel erkunden, zunächst Porto Azzurro, dann die Hauptstadt der Insel, Porto Ferraio. Dann geht es langsam weiter Richtung Festland.

Capo San Vito bis Aranci (Sardinien)

Nachdem wir insgesamt 5 Tage am Capo San Vito festgelegen haben, da es doch mächtig viel Wind gab, ging es Donnerstag morgen um 7.00 Uhr los. Wir haben umgeplant, und sind nicht mehr auf die Inseln, da wir das optimale Wetter/Wind für unser Crossing nach Sardinien nutzen wollten. Also Kurs Arbatax. Mit perfektem Am Wind Kurs schossen wir nur so Richtung Sardinien und schafften die 177 Seemeilen (328 km) in 28,5 Stunden. Unterwegs trafen wir 6 x Delphine. So viele gab es noch nie auf einem Törn. Auch die Nacht war, nur einen Tag nach Vollmond, relativ hell, warm und angenehm. Die Hunde haben alles super gemacht, sprich an Deck. Am Nächsten Tag gingen wir um 11.30 Uhr in der Bucht hinter Arbatax vor Anker. Gleich Dinghi ins Wasser und an Land. Aber Toni wollte nur schwimmen und Abby sich in den Schatten legen. Dafür hatten wir uns so beeilt😂. Wir hatten dort einen schönen ruhigen Nachmittag und die Nacht war auch ok. Leider mussten wir am nächsten Tag weiter, da nun ein starker Wind/Welle in die Bucht stehen würde. Also wieder los. Der angepeilte Ankerplatz ca. 40 Meilen weiter schien uns nicht so prickelnd, also ging es weiter. Das Problem ist, dass es bei südöstlichen Winden auf der Ostseite Sardiniens nicht so viele gute Plätze gibt. Aber nach insgesamt 62 Meilen fanden wir, dann schon in der großen Bucht von Olbia, einen sehr ruhigen und geschützten, wenn auch vollen Ankerplatz. Eine schöne Lücke fand Klaus trotzdem. Gestern dann die Überlegung, was tun. Da wir hier nur ans Ufer paddeln durften, entschieden wir, nun nach Aranci, unserer Lieblingsbucht, zu segeln. Der Wind war mit uns. Wie immer hier, war es kein Problem, einen schönen Platz zu finden. Abends dann lecker Pizza.

Wir sind inzwischen diese Saison schon ca. 1550 Seemeilen (2870 km) gefahren. Soviel wie voriges Jahr in der ganzen Saison. Daher werden wir jetzt erstmal 2-3 Wochen hier liegenbleiben, quasi Urlaub machen. Hier gibt es alles, was wir brauchen, incl. schönster Hundewiese. Die Hunde dürfen hier sogar an den Strand und Schwimmen. Das liebt Toni sehr. Dazu gibt es dann den Springbrunnen zum Süßwassern. Bäcker, Supermarkt (wenn auch etwas teurer) gleich um die Ecke.

Wenn es weitergeht, werden wir uns wieder melden!

Milazzo bis Capo San Vito

Weiter ging es zu den liparischen Inseln: zunächst nach Vulcano. Ist ja wirklich mal interessant zu sehen, aber nicht zu Riechen. Man sieht die Schwefelgase austreten, vor Allem aber riecht man es . Das Wasser ist mit ca. 31 Grad auch sehr warm. Nachdem ich etwas näher Richtung Ufer geschwommen bin, roch auch ich nach Schwefel. In das Schwefelbad an Land sind wir dann nicht rein, stank uns doch zu sehr. Also am nächsten Morgen weiter zur nächsten Insel Salina (auf Lipari ist das mit Ankern nicht so praktisch). Klaus nannte es auch Lummerland, eine Insel mit Zwillingsvulkan. Hier sah Alles sehr hübsch aus, auch wenn es viele Ausflugsboote und Fähren gab. Da jedoch bald Ein Sturm kommen sollte, entschieden wir uns, am nächsten Tag weiter Richtung Palermo zu segeln. Dort haben wir 3 Tage in einer Marina, gleich neben der Altstadt, verbracht. Das heftigste Erlebnis war eine größere Fahrradtour zu einer Zoohandlung, um Nachschub für unsere Hundis zu besorgen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ampeln und Verkehrsregeln interessieren hier niemanden. War froh, das überlebt zu haben. Die Altstadt ist sehenswert, vor Allem einer der größeren Strassenmärkte. Da es nach wie vor sehr warm ist, freuen wir uns aber auch, nach 3 Tagen wieder rauszukommen und mal wieder vor Anker schwimmen zu können. Schwierig ist grad die Törnplanung, da weitere Stürme angesagt sind. Eine Überfahrt nach Sardinien, ist derzeit noch nicht möglich. Eigentlich wollten wir von der Insel Ustica (ca. 30 Meilen vor Palermo gelagert) rüber, aber das klappt erstmal auch nicht. Und da es dort nicht viel Platz gibt, erscheint uns das bzgl. der kommenden Stürme nicht so praktisch. Also entscheiden wir uns für die egadischen Inseln. Also früh gestartet. Trotzdem nimmt der Wind und Seegang (natürlich von Vorne) schon früh immer weiter zu und wir entscheiden uns, einen Hafen am Capo San Vito anzulaufen. Traumhaftes Wasser und ein nettes Städtchen mit gechillten Lokalen und cooler Musik sorgen dafür dass wir uns richtig wohlfühlen. Trotzdem wollen wir heute Morgen Richtung der Inseln weiter. Als wir 2 Meilen draußen sind, drehen wir aber wieder um, und fahren zurück zum Capo San Vito, da mächtig Welle und Wind den Hundis und uns den Spaß vermiesen, gut Voran kommen wir auch nicht. Dass noch 30 Meilen so weiter, da haben wir keine Lust drauf. Daher gehen wir diesmal im türkisen Wasser vor Anker. Hier liegen wir super geschützt und der Anker hält im reinen Sand perfekt. Wir haben uns nun entschieden, den kommenden Sturm hier  abzuwarten. Wir wissen, was wir hier haben. Wie es auf den Inseln aussieht bzgl. sicherer Plätze wissen wir nicht. Außerdem soll der Sturm dort noch deutlicher stärker kommen. Also vor nächsten Donnerstag kommen wir hier erstmal nicht weg und rüber nach Sardinien. Aber wir haben hier ja Alles, was wir brauchen und genießen die ruhige Zeit nach den vielen Seemeilen, die wir diese Saison schon gefahren sind!

Leuca bis Milazzo (Sizilien)

Über die alte Route geht es wieder südlich, erst über Crotone, dann nach Roccella. Auf dem Törn konnten  wir glatt 10,5 Stunden super Segeln! Klappte ja nicht immer. Hier bleiben wir zwei Nächte. Wir müssen Waschen, Boot putzen, und vor Allem den halben Meter Pizza genießen. Weiter geht es nun nach Sizilien. Der Wind meint es weiter gut mit uns, und zu Freude Aller sehen wir mehrmals Delfine🤗. Wir laufen am Nachmittag in die Bucht von Taormina ein, mit Blick auf den Ätna, der kleine weiße Wölkchen macht. Leider tobt hier das Chaos: Kreuzfahrtschiff, Jetskis ohne Ende und hunderte kleiner Boote. Zudem steht starker Schwell in die Bucht. Das vermiest uns die Nacht und macht das Ganze doch sehr unangenehm. Eigentlich  wollten wir weiter runter bis Siracusa, der Rückweg würde aber nicht spaßig, immer gegenan. Da wir hier Fluchtgedanken haben, geht es nach einem Kurzen, sehr heißem Landgang Anker auf. Richtung Straße von Messina kämpfen wir gegen heftigen Seegang und Wind, macht nicht wirklich Spaß. Jetzt sind wir erst recht froh, nicht weiter südlich gesegelt zu sein. Auf Höhe Reggio geben wir für heute auf und laufen in die Marina ein. Selbst das Anlegen ist nicht spaßig, aber mit tatkräftiger Hilfe der Marineros klappt das auch bei seitlichem Starkwind.

Gestern Morgen ging es früh weiter, ehe die Gegenströmung, die echt heftig mit bis zu 5 Knoten werden kann, zu stark wird. Wir kommen super raus aus der Straße von Messina, und laufen zunächst nach Milazzo, einem netten Städtchen an der Küste Silzliens. Abends dann der Schreck, als uns ein Freund informiert, dass der Stromboli ausgebrochen ist. Wir hatten morgens noch überlegt, dorthin zu segeln. Uns aber zum Glück dagegen entschieden, da der Ankerplatz dort als gefährlich gilt. Zum Glück gab es nicht, wie in 2002 eine Flutwelle, die wäre nämlich auch bis zu uns gekommen! Heute ist erstmal Einkaufen angesagt, dann geht es weiter Richtung liparische Inseln und Palermo!

Back in Italy (Von Lefkas nach Leuca)

Weiter ging es von Lefkas nach Meganisi. Dort fanden wir die Buchten aber nur so mittelprächtig: kaum Wind, dadurch sehr heiß, und viele Wespen. Also nach 2 Tagen weiter in den Süden von Lefkas, nach Vasiliki. Hier hatte es uns auf unserer Quadtour sehr gut gefallen. Als wir ankamen, war es jedoch schon deutlich voller geworden. Vor Allem die Charterboote voller Männercrews machten uns echt Freude, erst lärmende Holländer, dann Özis. Aber ansonsten war es hier echt nett., und es gab sehr gute Restaurants. Es ist einfach zu warm zum Kochen! Von hier segelten wir weiter zur Insel Ithaka. Dort trafen wir alte Bekannte aus Cartagena wieder. Aber auch hier waren die Ankerbuchten nicht so prickelnd. Meist nur mit Landleinen anzufahren, da sehr tiefes Wasser, bzw. Schnell und steil abfallender Grund. Nachdem wir dann in der Hauptstadt Vathi waren, haben wir entschieden, dass es uns Segel-und ankertechnisch doch in Italien besser gefällt. Von den Menschen her, und auch in Punkto Sauberkeit und Einkaufsmöglichkeiten, ebenso wie die Verständigung gefällt uns eigentlich Griechenland besser. Aber mächtig voll, schlechte Windverhältnisse, sowie extrem viele ,teils sehr rücksichtslose Charterboote lassen uns diese Entscheidung treffen. Auf dem Rückweg geht es dann nochmal auf die Insel Paxos, dieses Mal nach Lakka. Dort gibt es ausnahmsweise mal Türkises Wasser und ein wunderschönes Städtchen. Aber entsprechend überfüllt ist es auch vor Anker. Hier bleiben wir 2 Tage und genießen das traumhafte Wasser.  Dann nochmal nach Korfu Stadt, dort wird bei Lidl für den weiteren Törn gebunkert. Leider haben wir (wie alle anderen auch) das neue Schild im Stadthafen übersehen, wonach nun das Anlegen verboten ist. Prompt kommt die Port Police. Freundlicherweise dürfen wir noch Warten. bis der stürmische Wind abflaut, müssen aber am Abend trotzdem noch raus. Also gegen 20.30 Uhr um die Ecke in die nächste Ankerbucht. Da der Wind nächsten Tag noch nicht so gut ist, um rüber nach Italien zu segeln, wechseln wir nochmals den Ankerplatz. Eigentlich eine schöne Bucht, gäbe es da nicht bis weit in den späten Abend einen Shuttleservice zu den Tavernen in den Nachbarbuchten. Diese Boote kennen nur Highspeed mit entsprechenden Wellen. Gestern hatten wir dann einen ruhigen Törn nach Othonoi, einer kleinen Insel. Hier sind wir erstmals in Griechenland gelandet, und hier beenden wir nochmal mit einem leckeren griechischen Essen unsere Zeit hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Heute sind wir dann die 50 Seemeilen nach Italien 🇮🇹 gesegelt. Der weitere Weg führt uns in den nächsten Tagen die Küste runter nach Sizilien.