Cap d‘Agde

 

Wir sind wieder hier! Nachdem wir Anfang Februar das Boot verlassen haben, sind wir nach Schleswig Holstein umgezogen, in unser neues Haus. Dann kam leider Corona. Wir wollten ja bereits Ende März das Boot überführen, waren auch schon auf dem Weg hierhin in Nancy als Zwischenstopp. An dem Abend kam der Lockdown für Frankreich. Also wieder umgedreht nach Hause und in den letzten Wochen fleißig weiter renoviert. Zum Hafen kriegten wir leider keinen Kontakt mehr, aber dem Boot geht es zum Glück gut. Immer die Nachrichten verfolgt und Kontakt mit der VNF, der Firma, die die Kanäle in Frankreich betreibt, aufgenommen. Ab morgen haben wir eine Genehmigung zur Rücküberführung des Bootes, eigentlich schleusen die noch nur Berufsschiffe. Als es dann hiess, dass die Grenzblockaden weg sind und nur noch stichprobenartig kontrolliert wird, haben wir uns entschlossen, zu probieren, mit dem Auto durch zu kommen. Also Dienstag morgen los, erst nach Luxemburg, dann problemlos über die Grenze und weiter in die Nacht. Nach 17.5 Stunden und 1700 km kamen wir zwar sehr müde,  aber glücklich dass es geklappt hat, hier an. Leider kann man ja zur Zeit nicht übernachten. Aber mit regelmäßigem Fahrerwechsel und Pausen hat das gut funktioniert. Gestern und heute wird klar Schiff gemacht und morgen geht es dann los.  Zunächst bis Lyon und dann weiter. Eigentlich war die Rückfahrt über den kompletten Rhein geplant, wissen aber noch nicht, ob der Verbindungskanal von der Rhone zum Rhein auf ist unddort kommen wir natürlich durch den größten Coronahotspot in Frankreich. Ob da dann Häfen auf sind, wissen wir nicht. Die auch schnelle Route über den Vogesenkanal und die Maas klappt auch nicht, da der Kanal wegen Winterschäden noch länger gesperrt bleibt. Alternativ dann über kleinere Kanäle mit vielen Schleusen. Das wird sich dann in Lyon entscheiden. Jetzt sind wir gespannt, wieviel Gegenstrom noch auf der Rhone ist und wie es voran geht. Wir müssen uns erstmal beeilen, da auch die VNF darauf hinweist, dass Richtung Juli der Wasserstand bei den Temperaturen immer weiter abnimmt! Lässt sich jetzt aber leider nicht ändern und wir hoffen das Beste! Unser Auto bleibt erstmal hier. Einer von uns muss dann von Amsterdam aus mit Zug oder Flieger, je nachdem was besser klappt, zurück und das Auto holen. Alles andere wird zu kompliziert.

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