Milazzo bis Capo San Vito

Weiter ging es zu den liparischen Inseln: zunächst nach Vulcano. Ist ja wirklich mal interessant zu sehen, aber nicht zu Riechen. Man sieht die Schwefelgase austreten, vor Allem aber riecht man es . Das Wasser ist mit ca. 31 Grad auch sehr warm. Nachdem ich etwas näher Richtung Ufer geschwommen bin, roch auch ich nach Schwefel. In das Schwefelbad an Land sind wir dann nicht rein, stank uns doch zu sehr. Also am nächsten Morgen weiter zur nächsten Insel Salina (auf Lipari ist das mit Ankern nicht so praktisch). Klaus nannte es auch Lummerland, eine Insel mit Zwillingsvulkan. Hier sah Alles sehr hübsch aus, auch wenn es viele Ausflugsboote und Fähren gab. Da jedoch bald Ein Sturm kommen sollte, entschieden wir uns, am nächsten Tag weiter Richtung Palermo zu segeln. Dort haben wir 3 Tage in einer Marina, gleich neben der Altstadt, verbracht. Das heftigste Erlebnis war eine größere Fahrradtour zu einer Zoohandlung, um Nachschub für unsere Hundis zu besorgen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ampeln und Verkehrsregeln interessieren hier niemanden. War froh, das überlebt zu haben. Die Altstadt ist sehenswert, vor Allem einer der größeren Strassenmärkte. Da es nach wie vor sehr warm ist, freuen wir uns aber auch, nach 3 Tagen wieder rauszukommen und mal wieder vor Anker schwimmen zu können. Schwierig ist grad die Törnplanung, da weitere Stürme angesagt sind. Eine Überfahrt nach Sardinien, ist derzeit noch nicht möglich. Eigentlich wollten wir von der Insel Ustica (ca. 30 Meilen vor Palermo gelagert) rüber, aber das klappt erstmal auch nicht. Und da es dort nicht viel Platz gibt, erscheint uns das bzgl. der kommenden Stürme nicht so praktisch. Also entscheiden wir uns für die egadischen Inseln. Also früh gestartet. Trotzdem nimmt der Wind und Seegang (natürlich von Vorne) schon früh immer weiter zu und wir entscheiden uns, einen Hafen am Capo San Vito anzulaufen. Traumhaftes Wasser und ein nettes Städtchen mit gechillten Lokalen und cooler Musik sorgen dafür dass wir uns richtig wohlfühlen. Trotzdem wollen wir heute Morgen Richtung der Inseln weiter. Als wir 2 Meilen draußen sind, drehen wir aber wieder um, und fahren zurück zum Capo San Vito, da mächtig Welle und Wind den Hundis und uns den Spaß vermiesen, gut Voran kommen wir auch nicht. Dass noch 30 Meilen so weiter, da haben wir keine Lust drauf. Daher gehen wir diesmal im türkisen Wasser vor Anker. Hier liegen wir super geschützt und der Anker hält im reinen Sand perfekt. Wir haben uns nun entschieden, den kommenden Sturm hier  abzuwarten. Wir wissen, was wir hier haben. Wie es auf den Inseln aussieht bzgl. sicherer Plätze wissen wir nicht. Außerdem soll der Sturm dort noch deutlicher stärker kommen. Also vor nächsten Donnerstag kommen wir hier erstmal nicht weg und rüber nach Sardinien. Aber wir haben hier ja Alles, was wir brauchen und genießen die ruhige Zeit nach den vielen Seemeilen, die wir diese Saison schon gefahren sind!

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