Über die alte Route geht es wieder südlich, erst über Crotone, dann nach Roccella. Auf dem Törn konnten wir glatt 10,5 Stunden super Segeln! Klappte ja nicht immer. Hier bleiben wir zwei Nächte. Wir müssen Waschen, Boot putzen, und vor Allem den halben Meter Pizza genießen. Weiter geht es nun nach Sizilien. Der Wind meint es weiter gut mit uns, und zu Freude Aller sehen wir mehrmals Delfine🤗. Wir laufen am Nachmittag in die Bucht von Taormina ein, mit Blick auf den Ätna, der kleine weiße Wölkchen macht. Leider tobt hier das Chaos: Kreuzfahrtschiff, Jetskis ohne Ende und hunderte kleiner Boote. Zudem steht starker Schwell in die Bucht. Das vermiest uns die Nacht und macht das Ganze doch sehr unangenehm. Eigentlich wollten wir weiter runter bis Siracusa, der Rückweg würde aber nicht spaßig, immer gegenan. Da wir hier Fluchtgedanken haben, geht es nach einem Kurzen, sehr heißem Landgang Anker auf. Richtung Straße von Messina kämpfen wir gegen heftigen Seegang und Wind, macht nicht wirklich Spaß. Jetzt sind wir erst recht froh, nicht weiter südlich gesegelt zu sein. Auf Höhe Reggio geben wir für heute auf und laufen in die Marina ein. Selbst das Anlegen ist nicht spaßig, aber mit tatkräftiger Hilfe der Marineros klappt das auch bei seitlichem Starkwind.
Gestern Morgen ging es früh weiter, ehe die Gegenströmung, die echt heftig mit bis zu 5 Knoten werden kann, zu stark wird. Wir kommen super raus aus der Straße von Messina, und laufen zunächst nach Milazzo, einem netten Städtchen an der Küste Silzliens. Abends dann der Schreck, als uns ein Freund informiert, dass der Stromboli ausgebrochen ist. Wir hatten morgens noch überlegt, dorthin zu segeln. Uns aber zum Glück dagegen entschieden, da der Ankerplatz dort als gefährlich gilt. Zum Glück gab es nicht, wie in 2002 eine Flutwelle, die wäre nämlich auch bis zu uns gekommen! Heute ist erstmal Einkaufen angesagt, dann geht es weiter Richtung liparische Inseln und Palermo!